Business Continuity – Grundsätzliche Organisation der betrieblichen Dokumentenablage

von Tobias

Das Business-Continuity-Management dient dem Krisenmanagement im Unternehmen. Konkret geht es darum, Strategien und technische Möglichkeiten zu etablieren, um die Abläufe im Betrieb auch in Krisen- oder Notfallsituationen aufrechtzuerhalten.

Fachlich dem Risikomanagement verbunden liegt der Fokus bei der Business Continuity aber nicht primär auf der Abwehr von Risiken, sondern auf der Aufrechterhaltung der eigenen Handlungsfähigkeit. Es geht hier nicht nur um reine Prävention, sondern auch um die schnelle Einleitung von Maßnahmen, um den Geschäftsbetrieb auch nach Zwischenfällen zügig wieder aufnehmen zu können.

Ein wesentlicher Bereich jedes Geschäftsbetriebs ist dabei die Kommunikation. Kein Unternehmensablauf und kein Projekt kommen ohne Informationsaustausch und Datenverarbeitung aus. Das übliche Mittel der schriftlichen Dokumentation ist dabei die E-Mail.

Was für Probleme können entstehen?

Gängige Praxis im Unternehmen ist es, neben einer Reihe von allgemeinen Postfächern, jedem Mitarbeiter noch ein persönliches Mailpostfach zuzuweisen. Dieses dient dann meist als eine Art persönliches Archiv und ist in den meisten Unternehmen die beste (und oft auch einzige) Quelle für Informationen über aktuelle wie auch lang zurückliegende Vorgänge.

Im regulären Betrieb meist hingenommen, wird diese Situation dann zum Problem für Unternehmen, wenn diese Postfächer plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen. Das kann im leichten Fall der Fall sein, wenn ein Kollege aus Termingründen für eine Rücksprache fehlt. Das Problem vergrößert sich, wenn Ansprechpartner länger nicht verfügbar sind, z. B. bei urlaubs- oder krankheitsbedingten Abwesenheiten.

Wirklich kritisch wird es beim kompletten Ausfall: wenn Nachrichten gelöscht oder Beschäftigte dauerhaft fehlen. Im Zweifel kann es sogar passieren, dass man nicht einmal mehr weiß, wer ein bestimmtes Thema bearbeitet hat und wo Daten hierzu auffindbar wären. Auch technische Ausfälle, z. B. infolge von Softwareproblemen, dem Verlust mobiler Endgeräte sowie die aktuell stark zunehmende Bedrohung durch Hacking, können zu Verlusten bei den Kommunikationsdaten der Mitarbeiter führen.

Wenn Mitarbeiter das Unternehmen ganz verlassen, besteht zwar technisch die Möglichkeit, sich einen weiteren Zugang zu sichern. Jedoch ergeben sich auch hier diverse Probleme, wie aktuelle Fälle zu Klagen ehemaliger Mitarbeiter zeigen.

Wie lassen sich solche Probleme vermeiden?

Wie lässt sich nun im Sinne der Business Continuity eine Absicherung für diese Situationen erreichen?

Die Lösung besteht in der Implementierung eines wirksamen Ablagesystems!

Notwendig ist eine projekt- bzw. themenbezogene Speicherung relevanter Informationen. Das kann z. B. in Form einer Ordnerstruktur auf den Laufwerken des Betriebs geschehen. Diese werden z. B. nach Abteilungen oder Kunden strukturiert, mit Unterordnern für einzelne Themen.

Die Mitarbeiter speichern hier übersandte Dokumente und Berichte, aber auch angefangene Entwürfe zentral ab. Sollte ein Mitarbeiter ausfallen, können Kollegen einfacher an Projekte anknüpfen. Und sollte es aus technischen Gründen zum Datenverlust kommen, besteht nun neben dem E-Mail-Postfach ein weiterer Speicherort.

Wie kann man die Daten noch weiter sichern?

Auch dieses neue System muss durch technische und organisatorische Maßnahmen abgesichert werden. Ordner können über Zugriffsrechte und Passwörter geschützt werden. Für besonders sensible Bereiche wie die Buchhaltung, den Personalbereich oder die Geschäftsleitung bietet sich zudem eine Speicherung auf einem getrennten System an.

Eine fortgeschrittene Lösung stellt die Verwendung einer Managementsoftware dar. Diese ermöglicht oft eine schnellere und leichtere Arbeit und ist gerade bei umfassenden Themen eine effizientere Lösung.

Um genau diese Vorteile auch im Datenschutzbereich nutzen zu können, haben wir eine eigens entwickelte Datenschutzmanagementsoftware im Einsatz.

Falls Sie Fragen zum geschilderten Thema und/oder zu anderen datenschutzrelevanten Themen haben, kontaktieren Sie uns einfach!

Zentrale Hutthurm: +49 (0) 8505 91927 – 0

Niederlassung München: +49 (0) 89 413 2943 – 0

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Tobias

Als Wirtschaftsjurist mit dem Titel Bachelor of Laws und zertifizierter Datenschutzbeauftragter (DSB-TÜV) bringt Tobias wertvolle Expertise in unser Team. Mit seinen 6 Jahren Erfahrung in einer Anwaltskanzlei, darunter auch als interner Datenschutzbeauftragter, ist er bestens gerüstet, um unsere Kunden in allen Fragen rund um den Datenschutz kompetent zu unterstützen.

Tobias hat Wirtschaftsrecht an der Hochschule Hof studiert und zeigt sich durch seine vielseitigen Interessen besonders engagiert. Sein Auslandssemester in Vilnius hat ihm nicht nur neue Perspektiven eröffnet, sondern auch Litauisch-Kenntnisse vermittelt.